Artikel in der Westdeutschen Zeitung
Artikel in der Neuss Grevenbroicher Zeitung
Gegen die angekündigten Sparmaßnahmen der Stadt Neuss im Jugend- und Sozialetat protestierten heute anlässlich der Sitzung des Jugendhilfeausschusses zahlreiche Neusser Bürgerinnen und Bürger. Obwohl es bei den Sparplänen im wesentlichen um die Belange Jugendlicher und Kinder geht, waren erstaunlich viele Erwachsene vor Ort, die sich um die Entwicklung der sozialen Arbeit in Neuss sorgten. Auch MitarbeiterInnen aus sozialen Einrichtungen wollten aus erster Hand wissen, wie es in ihren Arbeitsbereichen weitergehen soll. Die Arbeitsgemeinschaft der Wohlfahrtsverbände in Neuss verteilte ein Flugblatt, um auf die Leistungen hinzuweisen, die gefährdet sein könnten.
Zunächst versammelten sich die betroffenen BürgerInnen in der Rathauspassage, präsentierten Transparente und Schilder und zeigten allein durch ihre Anwesenheit, dass sie die Pläne so nicht hinnehmen wollen. Im Foyer vor dem Ratssaal wurde es dann so eng, dass sich die PolitikerInnen den Weg durch Tanzgruppen, Skateboarder und Mütter mit Kinderwägen bahnen mussten.
Während der Ausschusssitzung war die Zuschauertribüne voll besetzt. Sie leerte sich, als das Abstimmungsergebnis feststand: der Jugendhilfeausschuss beschloss, den Haushalt mit den Beträgen wie in 2009 fortzuführen und zusätzlich 20.000 Euro für die Jugendarbeit in Allerheiligen einzuplanen. Erst in den Folgejahren sollen zusammen mit den Wohlfahrtsverbänden größere Einsparmöglichkeiten gefunden werden. Dieser Beschluss muss allerdings noch die Hürden “Finanzausschuss” und “Rat” überwinden, um wirksam zu werden.
Und hier noch ergänzend der Stadt-Kurier-Artikel “Lebhafter Protest gegen Sozialkürzungen” vom 30.01.2010 zu den Aktionen vor und während der Jugendhilfeausschusssitzung (Klick aufs Bild zum Vergrößern).
